Yoga

Yoga – eine große Liebe

Ich habe nach einem heftigen Bandscheibenvorfall mit Anfang Vierzig mit Yoga begonnen.

Davor war ich, wie auch heute noch, immer sportlich. Laufen, Gerätetraining im Fitnessstudio, Aerobic, Langlaufen, Powerplate, Wandern, Radfahren gehörten damals wie heute zu meinen sportlichen Aktivitäten. Wie man daraus ersehen kann sind das alles actionreiche Sportarten, was fehlte war Dehnung und Ruhe.

Der Bandscheibenvorfall war heftig, aber irgendwann war auch das vorbei. Mein damaliger Alternativmediziner empfahl mir Yoga. Er selbst war ein leidenschaftlicher Yogi, seine wöchentliche Stunde mit zehn Teilnehmern seit Jahren ausgebucht und die Aussicht einen Platz zu ergattern gleich Null. Und doch, wie das oft so mit zweifelsfreien intensiven Wünschen ist, wurde ein Platz für mich frei.

Nun ist es nicht so, dass ich gleich dem Yoga verfallen war. Ich war, was mir damals sehr deutlich bewusst wurde, steif, Muskeln und Sehnen verkürzt und unelastisch. Ich spürte jedoch von Anfang an, wie gut mir Yoga tat und wie wunderbar es mich beruhigt in meine Mitte bringt, trotzdem die Übungen für mich anfangs nicht einfach durchzuführen waren.
Ich nutzte damals auch die Gelegenheit eine Yogaausbildung über Intensivwochenenden bei “meinem” Yogi zu machen, auch weil ich so zu mehr Stunden bei ihm kam.
Über die Jahre entstand eine Liebe zu Yoga, die mich bis heute begleitet.

Als wir nach einigen Jahren umzogen, versuchte ich an unserem neuen Wohnort einen für mich passenden Yogakurs zu finden, vergeblich.
Die angebotenen Kurse waren geprägt von absolut fixen Abläufen, Regeln – so und nicht anders. Für mich bedeutete das Stress ohne Wohlbefinden, und so beschloss ich selbst bei uns zu Hause für kleine Gruppen Yoga zu unterrichten.
Für mich bedeutet Yoga Harmonie, Weichheit, Wohlgefühl, Ruhe, Fühlen, angepasst an Tagesverfassung und den jeweiligen Bewegungsspektrum des Einzelnen.
Auch meine Kurse waren schnell voll, und die Praxis im Kreise wunderbarer Menschen machte mir großen Spaß und waren erfüllend.

Nach einem neuerlichen Umzug in unser jetziges Zuhause setzte ich meine Praxis fort, und auch hier waren meine Kurse schnell ausgebucht. Und doch habe ich über die Jahre die Anzahl der Kurse reduziert, bis jene blieben, die zuverlässig, stabil und wunderbar waren.

in den letzten Jahren durfte ich pandemiebedingt kaum Yogakurse abhalten – was sich hoffentlich bald wieder ändert.

Die Liebe zu Yoga ist aber nach wie vor gegeben. Ich selbst praktiziere täglich für ca. eine halbe Stunde.
Yoga bringt mich nach wie vor in meine wohltuende Mitte, hält mich beweglich, elastisch und körperlich, emotional und seelisch fit.
Yoga ist mein Anker der Liebe.