Ernährung

Ernährung ist in unserer Gesellschaft ein extrem emotional behaftetes Thema.

Viele Menschen wissen oft tatsächlich nicht mehr, welche Lebensmittel uns gut tun und unsere Gesundheit nachhaltig unterstützen. Fehlgeleitet durch Halbwahrheiten der Lebensmittelindustrie und Werbung geben sie sich dem Schein von gesunder Ernährung hin.
Wir essen zu viel, zu viel vom Ungesunden und wähnen uns jahrelang in Sicherheit – ‘alles nicht so schlimm”. Begriffe wie ab und zu, hin und wieder in Bezug auf Alkohol, Süßigkeiten, Zucker, Weißmehl, Fastfood etc. werden den eigenen Bedürfnissen entsprechend ausgelegt.
Und jahrelang geht das ja meist gut!
Symptome wie Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, ein wenig Übergewicht, Bluthochdruck; Hautprobleme, Gelenksschmerzen etc. lassen sich ja leicht (eine zeitlang) mit Medikamenten eindämmen, und sicherheitshalben gleichen wir ja mit sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln aus.

Das soziale Leben dreht sich in unserer Zeit um Mahlzeiten. Man trifft sich zum Essen, auf Kuchen und Kaffee, auf einen Snack – und verbindet dann unbewusst schönen Erlebnisse mit Familie, Freunden, Kollegen mit (ungesundem) Essen.
Früher ging man eine Runde spazieren, wandern, schwimmen…..

Und oft wird vergessen, dass wir nicht leben um zu essen, sonder essen um zu leben.

Essen soll heutzutage auch unsere emotionale Unzufriedenheit ausgleichen, so nach dem Motto “dafür belohne ich mich mit einem Kuchen”, “diese Schokolade brauche ich jetzt, dann geht es mir sicher wieder besser”.
Kurzfristig mag sich Besserung einstellen, die Realität holt uns jedoch rasch wieder ein – und der Kreislauf beginnt von vorne.
Langfristig zerstören wir so uns und unsere Gesundheit – auch wenn man lange kaum bis gar nichts davon merkt.

Was ist aber wirklich eine gesunder Ernährung?
Auch hier werden wir wieder in die Irre geleitet – die Industrie will ja schließlich ihre Produkte an den Menschen (und auch an die Tiere) bringen.
Und die meisten Ernährungsberater orientieren sich bei ihren Empfehlungen “an der herkömmlichen Ernährungsweise unserer Gesellschaft”, und auch an ihren eigenen Vorlieben”.
Und nein, es gibt keine allgemein gültige Formel,. Auch, weil jeder Mensch individuell ist, eine unterschiedliche Grundkonstitution hat, mehr oder weniger isst und braucht, und differenzierte Bewegungsmuster und Alltagsabläufe hat.

Vor kurzem hörte ich auch in einem Beitrag, dass sich die Ernährungspyramide, so wie sie viele von uns doch noch in der Schule gelernt haben, sich in den letzten Jahren praktisch auf den Kopf gestellt hat.
Worauf kann man also noch vertrauen?

Mittels Testung (“der eigenen Körper weiß alles”) lässt sich zumindest feststellen, was man, will man (nachhaltig) gesund leben, bevorzugt essen und trinken sollte – wenn das eigene Gespür dafür verlornen gegangen ist.

Und selbst dann regieren die meisten Menschen emotional und mir Unverständnis, wenn sich zeigt dass man das eine oder andere auf dem Markt verfügbare Nahrungsmittel nicht (mehr) essen sollte.

Wie anfangs erwähnt, Ernährung ist ein sehr emotionales Thema.

Klar sollte sein, dass man frische Lebensmittel aus Bioanbau verwenden und diese auch nicht tot kochen sollte.
Wer kann, sollte zumindest teilweise selbst Gemüse und Obst anbauen – das schafft zudem ein gutes Verständnis für unsere Nahrung, auch für Mengen.
Fertigprodukte, Fastfood, Fleisch, Milch, Limonaden, Alkohol sollten die Ausnahme sein. und ja, Zucker, Alkohol, Süßigkeiten, Weißmehlprodukte, Limonaden etc. sollten, wenn, dann wirklich nur selten (Geburtstag, Weihnachten, Hochzeit etc.) konsumiert werden.

Wollen wir so lange wie möglich gesund bleiben, uns mit dem bestmöglichen “Treibstoff” versorgen, dann wäre es ratsam, Gemüse und Obst, frisch und möglichst selbst zubereitet, und auch durch Fermentation haltbar gemachte Lebensmittel wie Sauerkraut, so oft wie möglich auf den Speiseplan zu nehmen und sie zum Mittelpunkt unserer Ernährung zu machen.
Damit machen wir einen guten Anfang und schaffen eine gute Basis.

Zur Information: Ich mache in meiner Praxis auch ernährungsbezogene Testungen, persönlich mittels kinesiologischem Test oder auch mittels Tensor, wofür die Person nicht unbedingt persönlich anwesend, mir jedoch auf jeden Fall bekannt sein muss.